Der Stachus und seine Geschichte
Der „Stachus“ – unter diesem Namen ist der Platz in der Mitte Münchens jedem Einheimischen bekannt. Der Auswärtige findet ihn im Stadtplan allerdings nur, wenn er nach dem „Karlsplatz“ sucht. Denn Stachus heißt der Karlsplatz nur im Volksmund. Der Name geht wohl zurück auf das hier gelegene Wirtshaus „Stachusgarten“, das 1755 eröffnete. Schon 1175 war die Stadtmauer mit dem Neuhauser Tor errichtet worden, vor dem der Platz entstand. Spätestens um 1630 wurde er zum Marktplatz: Schwedische Soldaten, die im 30-jährigen Krieg München besetzt hatten, verkauften hier nicht zu gebrauchendes Geraubtes. Seinen heute offiziellen Namen erhielt der Stachus von Kurfürst Karl Theodor, der 1790 die Festungsbauwerke abbrechen und einen Platz anlegen ließ.
In der Folgezeit ging es am Stachus immer belebter zu – 1960 schließlich galt er als der verkehrsreichste Platz Europas. Aus dieser Zeit stammt der geläufige Ausspruch: „Da geht’s zu wie am Stachus“. Auch um das Verkehrschaos zu beseitigen beschloss der Münchner Stadtrat in den 60er Jahren, das Stachusbauwerk zu errichten. Es entstand ab 1966 und war bei seiner Eröffnung Ende November 1970 das größte Untergrundbauwerk Europas. Prägendes Element des Bauwerks war dabei von Anfang an das im ersten Untergeschoss und in Teilen des zweiten Untergeschosses angesiedelte Einkaufszentrum. Noch heute zählt dieses zu den größten unterirdischen Ladenstraßen Europas.
Seit Anfang Februar 2007 ist die LBBW Immobilien GmbH der Betreiber der Stachus Passagen, dem Einkaufszentrum im ersten und zweiten Untergeschoss des Stachusbauwerks. In über zweijähriger Bauzeit hat sie die Stachus Passagen zu einem modernen Einkaufszentrum mit viel Flair umgebaut.



